Die Mobilität wird erhöht

Eine Gruppe des Dinglinger Hauses baut in einem rumänischen Dorf eine Fahrradwerkstatt.

Jugendliche des Dinglinger Hauses haben gemeinsam mit einheimischen Jugendlichen in dem rumänischen Dorf Mera eine Fahrradwerkstatt aufgebaut. Foto: Privat

LAHR (BZ). "Bewegt zu mehr Toleranz und Verständnis." Unter diesem Motto sind zum zweiten Mal nach 2012 acht Jugendliche und zwei Erwachsene aus dem Dinglinger Haus Lahr für zwei Wochen zu einer Jugendbegegnung nach Mera in Rumänien gereist. Dort wurde eine Fahrradwerkstatt fertiggebaut.
Ziel war wieder das 1200 Einwohner-Dorf Mera, 15 Kilometer entfernt von Cluj. Das Kinder- und Jugendprojekt der Christlichen Stiftung Diakonia betreibt dort ein Mehrgenerationenhaus. Die Mitarbeiter unterstützen vor Ort Kinder und Jugendliche – viele auch aus Romafamilien –, die dort unter schwierigen Bedingungen leben, heißt es in dem Pressebericht. Bei der Begegnung mit den rumänischen und deutschen Jugendlichen ging es darum, die unterschiedlichen Lebenswelten kennenzulernen. Es wurden Bilder ausgetauscht, öffentliche Einrichtungen und Museen besucht und bei den täglichen gemeinsamen Mahlzeiten gab es Einblicke in die Besonderheiten der jeweiligen Küche – so lernten die rumänischen Jugendlichen Spätzle, Bergkäse und Schwarzwälder Schinken kennen.

Bei der Begegnung 2012 hatte die Lahrer Gruppe Fahrräder, Werkzeuge und Material mit nach Mera genommen, um vor Ort eine Fahrradwerkstatt aufzubauen und damit die Mobilität der Kinder und Jugendlichen zu erhöhen. Ein weiterer Aspekt war der Einsatz der Räder im Sportunterricht in der Schule analog dem Projekt Bike-Pool, das im Dinglinger Haus und weiteren etwa 50 Schulen in Baden-Württemberg durchgeführt wurde. Auch dieses Mal hatten sich einige Händler aus Lahr und der Region sehr großzügig gezeigt und Werkzeug, Material, Kleidung und Fahrräder zur Verfügung gestellt.

Die Fahrradwerkstatt konnte somit in gemeinsamer Arbeit mit den Jugendlichen und Erwachsenen aus Lahr und Mera fertig gestellt werden. 16 Mountainbikes und acht BMX-Räder stehen nun in Mera für Erwachsene, Jugendliche und Kinder zur Verfügung. Alle Teilnehmer – mehr als 20 Jugendliche und Erwachsene – hätten in den zwei Wochen in einem guten Miteinander verbracht, heißt es in dem Bericht. Das Medium Fahrrad habe die Kontaktaufnahme erleichtert und über die Sprachbarrieren hinweg geholfen. Abschluss und Höhepunkt von zwei erlebnisreichen Wochen waren das gemeinsame Fußballspiel und die Grillparty.

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