Dinglinger Haus baut für 1,5 Millionen

bz

15. März 2011

 

Dinglinger Haus baut für 1,5 Millionen

Neues Gruppenhaus und zusätzliche Klassenräume notwendig / Für Werkrealschule wird naturwissenschaftlicher Raum gebraucht.

LAHR. Das Dinglinger Haus möchte noch in diesem Jahr mit einem Neubauprojekt beginnen, das
einschließlich der Sanierung vorhandener Räume mit 1,5 Millionen Euro zu Buche schlägt. Und das
fast ohne staatliche Hilfe, weil es sich weitgehend um Sanierungen handelt, die nicht bezuschusst
werden. Da kamen gestern 10 000 Euro von der Volksbank Lahr als Erlös aus dem Benefizkonzert
mit dem Freiburger Barockorchester am 16. Februar in der Stadthalle gerade recht.
Das Evangelische Kinder- und Jugendhilfezentrum Dinglingen, Mitglied des Diakonisches Werks,
wird von einem Verein getragen, dessen Vorsitzender Joachim Becker ist. Becker ist auch seit vielen
Jahren Mitglied im Aufsichtsrat der heimischen Volksbank, so dass es naheliegend war, zu fragen, ob
man nicht ein Benefizkonzert veranstalten könnte. Als Musikanten konnte man das Freiburger
Barockorchester gewinnen. "Es war ein musikalischer Hochgenuss", stellte der selbst
musikerfahrene Volksbank-Vorstandsvorsitzende Reinhard Krumm gestern in Dinglingen fest.
Da sich die Bank als eine Institution in der Region verstehe, habe man dieser Region gerne etwas
mit dem Konzert zurückgeben wollen. Die Eintrittsgelder von 25 Euro je Besucher habe man
deshalb an das Dinglinger Haus weitergeleitet und den Betrag leicht auf 10 000 Euro aufgestockt.
"Die Resonanz auf dass Konzert war hervorragend, im Ergebnis konnte für alle Beteiligten etwas
Gutes erreicht werden", resümierte Krumm im Beisein seiner Vorstandskollegen Thomas Ruff und
Timo Baumer.
Ernst Böttinger, der Leiter des Heilpädagogischen Heims, konnte dem nur beipflichten. Gemeinsam
mit Verwaltungschefin Heidi Deschamps und Wolfgang Klink, dem Leiter des Sprachheilzentrums,
gab es für die Volksbank einen großen verbalen Blumenstrauß. Für den Verein waren noch die
Vorstandsmitglieder Wolfgang Siedschlag und Ralph Ziegler gekommen. Mehr als 50 Prozent der im
Dinglinger Haus betreuten Kinder und Jugendlichen stammen nach Angaben von Böttinger aus dem
Ortenaukreis.

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Speziell für die Sonderschule für Erziehungshilfe, in der 60 Kinder zwischen acht und 16 Jahren
Unterstützung fürs Dinglinger Haus gab es gestern von der Volksbank. Im Bild (von
links) Reinhard Krumm, Wolfgang Klink, Ernst Böttinger, Timo Baumer, Heidi Deschamps,
Joachim Becker, Thomas Ruff, Ralph Ziegler und Wolfgang Siedschlag. Foto: heidi fössel


Klassenzimmer geben. Neu wird dann auch ein naturwissenschaftlicher Klassenraum sein, denn das
Dinglinger Haus hat die Einführung eines Werkrealschulzugs beantragt. Schließlich sollen noch
geeignete Beratungsräume für Lehrer geschaffen werden, denn das Dinglinger Haus wird künftig
Lehrer anderer Schulen beraten, die sich um lernbehinderte oder verhaltensauffällige Kinder
kümmern , die in "normalen" Klassen unterrichtet werden.
Einen Großteil der Finanzierung muss das Dinglinger Haus mit Darlehen der Kreditanstalt für
Wiederaufbau bewerkstelligen. Im Dinglinger Haus werden derzeit 220 Kinder von 220
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. Ein Teil der Jugendlichen wohnt direkt im Heim am
Schutterlindenberg, ein anderer Teil ist in Außenwohngruppen im gesamten Stadtgebiet
untergebracht.
Autor: Bruno Kohlmeyer

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